Nach dem Amoklauf in Winnenden ist Diskussion um Computerspiele wieder entbrannt. Sind Computerspiele Kulturgut oder Schund? Zu diesem Thema gibt es nun ein 140-seitiges kostenloses E-Book des Deutschen Kulturrates, dass bisher nur als Druckwerk erhältlich war.
In dem Buch “Streitfall Computerspiele: Computerspiele zwischen kultureller Bildung, Kunstfreiheit und Jugendschutz” von den Herausgebern Olaf Zimmermann und Theo Geißler beschäftigen sich 46 Autoren damit ob Computerspiele stärker reglementiert werden müssen und ob qualitativ hochwertige Spiele sogar von staatlicher Seite gefördert werden sollen. Unter den Autoren aus Politik und Wissenschaft sind sowohl Spielefreunde als auch Spielegegner.
Der Kulturrat selbst ist gegen eine Verschärfung der Jugendschutzgesetze. Er fordert eine konsequente Durchsetzung der bestehenden Regelungen.
Wie immer bei solchen Diskussion gibt es viele Meinungen, Standpunkte und Lösungsvorschläge. Ob diese aber wirklich des Rätsels Lösung sind wage ich zu bezweifeln. Wie oft wurden diese Diskussionen schon geführt ohne wirkliches Ergebnis. Sind Computerspiele wirklich ein Auslöser für solch eine furchtbare Tat? Ist es nicht schon ein Problem sich überhaupt mit solchen Spielen zu befassen? Wird in Familien wirklich so wenig kommuniziert, dass man nicht weiß was der andere macht bzw. die Kinder machen?
Fragen über Fragen auf die es bestimmt viele Antworten gibt.
