Nachdem mich die Grippe wieder einmal für ein paar Tage vom Rechner ferngehalten hat, brauche ich wohl niemandem mehr zu erzählen das Ubuntu 9.04 erschienen ist. Trotzdem möchte ich kurz auf das neue Release mit dem dämlichen Namen “Jaunty Jackalope” (Lebhafter Jackalope) eingehen. Jackalope ist ein Fabelwesen (Hase mit Geweih) ähnlich dem Wolpertinger.
Was sofort auffällt ist, dass Ubuntu jetzt deutlich schneller startet und das es einen neuen und schöneren Login-Bildschirm hat. Was ich aber noch immer schrecklich gruselig finde ist das Human-Theme mit dem ich mich einfach nicht anfreunden kann. Daher habe ich nach der Installation zuerst einmal das Theme von “Human” auf “Neue Welle” (was glaube ich neu dabei ist) umgestellt inkl. eines neuen Wallpapers.
Zu den weiteren Neuerungen gehört das neue Dateisystem Ext4, was aber zurzeit noch nicht sehr zuverlässig arbeiten soll. Ausserdem gibt es ein neues Benachrichtigungssystem, das Meldungen (in der rechten oberen Ecke) von verschiedenen Programmen vereinheitlicht anzeigen soll. Allerdings sind hier noch nicht alle Programme angepasst, sodass es hier noch etwas dauern kann bis wirklich alles vereinheitlicht ist.
Der Update-Manager startet jetzt automatisch und zeigt Sicherheitsupdates täglich und nicht sicherheitsrelevante Updates wöchentlich an. Bisher wurde nur ein Icon im Panel angezeigt um auf Updates hinzuweisen.
Wie immer wurden reichlich Software-Pakete aktualisiert so gibt es im aktuellen Release jetzt den Kernel 2.6.28, X.org 7.4, Gnome-Desktop 2.26 mit dem integrierten Mail-Client Evolution und dem Brennprogramm Brasero, OpenOffice 3.0.1, Firefox 3.0.9, Gimp 2.6.6 usw. Alles in allem finde ich es ein gelungenes Update, dass Ubuntu wieder ein Stück besser macht.
Zusätzlich zu meiner Notebook-Installation betreibe ich noch eine Ubuntu-Installation als virtuelle Machine mit VirtualBox 2.2.0. Hier gab es ja in der letzten Version (8.10) Probleme mit der Maus-Integration, was aber in der aktuellen Version nicht mehr der Fall ist. Wer Ubuntu als VM im Vollbild oder im Nahtlosen Modus verwenden möchte, muss nach der Ubuntu-Installation nur die VBoxLinux-Additions installieren und anschließen neu starten.
Zur Installation öffnet man ein Konsole und beschafft sich mit sudo -s Adminrechte. Danach wechselt man zu den Addtions z.B. auf dem CD-/DVD-Laufwerk mit cd /cdrom und startet mit ./VBoxLinuxAdditions-x86.run die Installation.
Nähere Info’s und erste Tests gibt es bei Golem.de und heise open. Den Download von Ubuntu 9.04 und seinen Derivaten (Kubuntu, Xubuntu usw.) findet man z.B. im Download-Bereich bei ubuntuusers.de.
