Wie von Microsoft angekündigt, gibt es seit heute den Windows 7 Release Candidate für Jedermann zum kostenlosen Download. MSDN- und Technet-Kunden hatten bereits letzte Woche schon die Möglichkeit den Vista-Nachfolger herunterzuladen. Voraussetzung für den rund 2.6 GB (32-Bit) bzw. 3.2 GB (64-Bit) großen Download des ISO-Images, ist eine Windows-Live-ID.
Scheinbar hat sich Microsoft gut darauf vorbereitet und genügend Download-Kapazitäten zur Verfügung gestellt. Jedenfalls konnte ich heute früh ohne Probleme und lange Wartezeit Windows 7 herunterladen.
Vielleicht war aber auch der Anstrum geringer, da der Download bis zum 30. Juni 2009 zu Verfügung steht und es keine Limitierung der Lizenzschlüssel gibt. Nutzen lässt sich diese Version bis Juni 2010. Allerdings gibt es ab März 2010 ein Einschränkung. Und zwar wird sich Windows dann alle zwei Stunden selbstständig herunterfahren. Aber bis dahin hat man aber auch genügend Zeit die Version zu testen bzw. umzusteigen.
Zwar gibt es noch keinen offiziellen Veröffentlichungstermin seitens Microsoft für die Finale Version, aber der Computerhersteller Acer, nennt den 23. Oktober 2009 als Marktstart.
Riesige Neuerungen bringt der Release Candidate nicht mit. Microsoft hat sich aber einigen Kritikpunkten der Beta-Version angenommen und nachgebessert und viele kleinere Änderungen und kosmetische Verbesserungen in diese Version einfließen lassen. Einen sehr ausführlichen Artikel dazu gibt es auf Golem.de und einen ersten Praxis-Test kann man bei Chip online nachlesen.
Größte Neuerung dürfte der sogenannte XP-Mode sein, der als separater Download ebenfalls heute zur Verfügung gestellt wurde. Dabei handelt es sich um eine spezielle VirtualPC-Version mit einer virtuellen Maschine in der WindowsXP SP3 vorinstalliert ist. Damit ist es möglich auch ältere Programme zu nutzen, die nicht mehr unter Windows 7 laufen. Das tolle daran ist, das man keine zusätzliche Lizenz benötigt um die VM zu nutzen und das die in der VM installierten Programme, sich im Windows 7-Startmenü aufrufen und auf dem Desktop verwenden lassen (wie der Nahtlos-Modus bei VirtualBox). Man sollte darauf achten, dass noch genügend Platz für die Installation des XP-Mode (ca. 15 GB) auf der Festplatte übrig ist.
Ich habe heute aus beruflichen Gründen schon zwei Installationen erfolgreich durchgeführt. Einmal auf meinem (schon etwas älteren) Notebook und einmal als VM mit VirtualBox 2.2.0. Konnte zwar noch nicht sehr viel damit arbeiten, aber der erste Eindruck ist sehr gut und ich finde es fühlt sich schneller und flüssiger an als Vista. Auch von der Optik finde ich es ganz gelungen. Bin gespannt wie es in der großen weiten “kritischen” Welt ankommen wird (?).
