Das kostenlose Defragmentierungstool Defraggler, dass gestern in Version 1.10.143 veröffentlicht wurde, stammt aus dem Hause Piriform, dem Hersteller von CCleaner und Recuva. Das besondere an Defraggler ist, dass man damit nicht nur komplette Festplatten defragmentieren kann, was bei großen Platten ja sehr lange dauern kann, sondern einzelne Dateien und auch Verzeichnisse. Ausserdem lassen sich auch Partitionen/Platten auf Fehler überprüfen. Die Oberfläche ist sehr übersichtlich gestaltet und die Bedienung ist selbsterklärend. Es gibt aber auch eine Online-Dokumentation in englischer Sprache, die die einzelnen Funktionen genau erläutert.
Nach dem Defraggler die Speicherverteilung auf der Platte analysiert hat, kann man sich über den Reiter Dateieliste die fragmentierten Dateien anzeigen lassen. Wenn man auf einen farbigen Block klickt, erscheint in der Blockansicht, welche Dateien dort abgelegt sind.

Über den Einstellungs-Dialog, lassen sich Dateien von der Defragmentierung ausschließen. Für regelmäßige Defragmentierungen kann man im Dialog Zeitplan Intervalle (täglich, wöchentlich, monatlich) einrichten und damit die Wartungsarbeiten automatisieren. Auf Wunsch lässt sich der Rechner nach erfolgter Arbeit auch herunterfahren, was ganz sinnvoll ist wenn man eine große Platte defragmentiert und nicht dabei sitzen bleiben will.
Defraggler 1.10.143 arbeitet mit Windows 2000/XP/Vista und Server und ist multilingual. Das nur 810 kB kleine Tool steht auf der Projektseite zum kostenlosen Download bereit. Von allen bisher ausprobierten Freeware-Defragmentierern gefällt mir Defraggler am besten. Es ist klein, schnell und zuverlässig. Das einzige was ich mir wünschen würde ist, das man die Legende der einzelnen Blockfarben in der Übersicht abbildet. Diese erhält man aktuell unter Hilfe > Laufwerksübersicht.
