Die kostenlose Virtualisierungslösung VirtualBox ist in Version 3.2.0 erschienen. Erste auffällige Neuerung des Major-Updates ist die Namensänderung. Da Sun vor kurzem von Oracle übernommen wurde, hört das Programm nun auf den schönen Namen Oracle VM Virtual Box.
Darüber hinaus bringt das Update aber auch einige neue Funktionen mit. Die wohl größte Neuerung dürfte wohl die (wenn auch nur experimentelle) Unterstützung für Mac OS X-Gastsysteme sein. Allerdings mit der Einschränkung, dass dies nur auf entsprechender Apple Hardware funktioniert.
Leider hatte ich noch keine Zeit das zu testen und kann von daher keine Aussage darüber treffen wie gut oder schlecht die Mac-Gäste funktionieren. Bei MacVillage.de habe ich aber einen Artikel gefunden, der eine Installation beschreibt und auch diverse Probleme aufzeigt. Das ganze basiert aber noch auf der Beta 3, so dass evtl. dort beschriebene Fehler in der jetzt vorliegenden Version schon bereinigt wurden.
Darüber hinaus gibt es noch diverse weitere neue Funktionen, die aber nicht von allen Plattformen unterstützt werden. Hier lohnt sich ein Blick in das Changelog zur Version ob man unter der verwendeten Plattform in den Genuss der neuen Features kommt. Dort findet man auch eine Übersicht der vorgenommenen Fehlerkorrekturen.
Ein Update von Version 3.1.8 auf 3.2.0 unter Windows 7 verlief ohne Probleme. Nach dem Start meiner neuen Ubuntu 10.04-VM, wurde lediglich darauf hingewiesen, die veralteten Additions zu aktualisieren. Ansonsten lief die VM den ganzen Tag sauber durch.
Oracle VM Virtual Box 3.2.0 ist für Privatanwender kostenlos und für die Plattformen Linux, Mac OS X, Windows und Solaris verfügbar. Zudem steht ein englisch sprachiges Manual im PDF-Format zum Download bereit.
Ich nutze VirtualBox schon sehr lange und bin damit sehr zufrieden. Hauptsächlich betreibe ich unter Windows 7 meine dienstlichen Administrations- und Entwicklungsumgebungen (Ubuntu 10.04 und SLES 11).
