Da war ich gestern Abend echt begeistert als Tapbots die Verfügbarkeit von Tweetbot für Mac verkündet hatte. Tweetbot ist mein Standard Twitter-Client auf iPhone und iPad und daher war eigentlich klar, dass dies auch auf dem Mac so sein wird. Zumal man die frei verfügbaren Alpha- und Beta-Versionen vorab schon testen konnte. Für die finale Version hatte ich mit einem Preis von ca. 7 – 8 Euro gerechnet. Leider ist es nun das doppelte geworden – stolze 15,99 Euro kostet die Mac-App.
Das ärgerliche ist aber nicht der Preis, sondern wie es zu dazu kommt. Die Entwickler erläutern dies in einem Blog-Beitrag.
Da Twitter vor kurzem damit begonnen hat (scheinbar im Rahmen der Selbstzerstörung) Zugriffe auf die eigene API zu limitieren, dürfen Clients von Drittanbietern nur noch eine begrenzte Zahl an Nutzern besitzen. Das heißt, sobald das Nutzerkontingent erreicht ist kann die App nicht mehr verkauft werden. Um aber den Client weiterhin für die existierenden Nutzer zu entwickeln und zu supporten braucht man halt Geld, was den den “hohen” Preis erklärt.
Ich könnte es ja noch verstehen wenn Twitter eine eigene Mac App anbieten würde, aber vor kurzem hat man mitgeteilt, dass man diese nicht mehr weiter entwickelt, was ja ein echter Witz ist. Das man jetzt noch die Drittanbieter einschränkt und damit die Nutzer nervt, finde ich sehr unprofessionell. Da muss Twitter sich wirklich fragen lassen, ob sie noch alle Federn am Vogel haben.
Da ich kein Twitter-Power-User bin und zu 90% sowieso mit iPhone und iPad konsumiere, habe ich vorerst wieder Twitterrific für Mac installiert, was ebenfalls Tweet Marker für die Timeline-Synchronisation unterstützt und für meine belange ausreichend ist.

